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Kulturelle Zwischennutzung in Regensburg
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Kulturelle Zwischennutzung in Regensburg
Concept

- Wofür wir stehen -

ist ein seit 2014 bestehender gemeinnütziger Verein aus Regensburg, der sich für die kulturelle Zwischennutzung leerstehender Gebäude einsetzt.

gemeinnützig

Wir arbeiten anerkannt gemeinnützig, da nach § 52 Abs. 1 der Abgabenordnung unsere „Tätigkeit darauf ausgerichtet ist, die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet selbstlos zu fördern.“ Unser Vereinszweck ist primär die Förderung von Kunst und Kultur.

ehrenamtlich

Die Arbeit im Verein erfolgt durch alle Mitglieder ehrenamtlich, also freiwillig und unentgeltich. Was wir an Engagement in den Verein stecken bekommen wir allerdings in Form von bezaubernden Veranstaltungen mit tollen Menschen ausbezahlt.

Zwischennutzung

Ein Gebäude steht leer, wir nutzen es zwischen. Naja, ganz so einfach ist es nicht. Es gibt einiges zu organisieren: Eigentümer_innen umwerben, Konzepte überlegen, Kunstschaffende versammeln, Anträge ausfüllen, Werbung machen, Sponsoring auftreiben, Aufbau, vor Ort sein, Gäste betreuen, Abbau, Nachbereitung.

kunterbunt

Inhaltlich legen wir uns auf kein bestimmtes Genre oder eine Veranstaltungsart fest. Wir suchen den Kontakt mit verschiedensten Menschen aus Kunst und (Sub-)Kultur und vor allem nach Vielfalt: Bunt, verrückt, magisch, nachdenklich – oder eben ganz anders.

Satzung

Wenn du dich genauer mit unseren Vereinszwecken beschäftigen möchtest kannst du dir unsere Satzung anschauen.

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- Was wir so machen -

Für eine ausführliche Beschreibung aller nötiger Schritte müssten wir weiter ausholen, eine tl;dr-Version können wir aber gerne liefern:

Der 1. Schritt ist immer die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten. Das alleine gestaltet sich schon nicht so einfach, obwohl es in Regensburg leerstehende Gebäude zur Genüge gäbe. Doch es gibt viele Faktoren, die uns einen Strich duch die Rechnung machen können: Taube Ohren von Immobilienbesitzern, fehlende Notausgänge, baufälliger Zustand, zu knappe Zeit zwischen Vermietungen, fehlende personelle Kapazitäten im Verein. Schaffen wir es dann doch mal wieder, alle beteiligten Parteien von unserem Projekt zu überzeugen, geht es an die Planung der Zwischennutzung.

Auch hierbei gibt es viele Fallstricke und Hürden zu überwinden. Ein zeitlich parallel ablaufender Spagat zwischen Behördengängen und der Kommunikation und Anwerbung von Versicherung, Sponsoren, Kreativen, helfenden Händen und Presse muss gestemmt werden. Das ist meist die heißeste Phase der Planung einer Zwischennutzung, da all diese Aufgaben innerhalb kürzester Zeit von den ehrenamtlichen Mitgliedern des Vereins erledigt werden müssen – neben Arbeit, Studium, Familie, Hobby und Liebe.

Je länger eine Zwischennutzung und je weiter fortgeschritten die Planung, desto mehr verschiebt sich glücklicherweise der Fokus der Organisation in Richtung Kreativität: Wir starten Aufrufe für Künstler_innen, Ausstellende, Kreative, Kunstschaffende, Kulturmenschen, Musiker_innen und versuchen, alle Interessierten in ein ausgewogenes und stimmiges Gesamtkonzept zu packen und zeitlich auf die einzelnen Veranstaltungstage zu verteilen.

Sobald die ersten Details des Programms geklärt sind werden wir selbst kreativ und gestalten bunte, digitale und gedruckte Werbemittel, schreiben Pressemitteilungen, überlegen uns Konzepte für die Raumgestaltung und bauen und basteln was das Zeug hält.

Meist sind es nämlich nur wenige Tage zwischen Schlüsselübergabe und Eröffnung, daher muss es dann sehr schnell gehen. Die Erfahrung zeigt bisher aber zum Glück: Sobald die Tür aufgesperrt ist, tauchen auch die letzten Aktiven aus der Versenkung auf und packen mit an. So sind die nötigen Fahrten zu Sachspendern und Baumärkten, das Ausräumen von noch vorhandenem Möbiliar und das Aufbauen, -stellen und -hängen der Exponate unserer Kreativen innerhalb kürzester Zeit erledigt und wir sind bereit für die große Eröffnung.

Und alles was jetzt kommt kann man wohl als Kür bezeichnen. Die Gäste strömen herein, Musik wird gespielt, Stücke werden aufgeführt, Gemälde und Fotografien, Licht, Ton und Farbe bewundert, Workshops abgehalten, Liebe verbreitet. Läuft denn gar nichts mehr schief? Naja, eher im Gegenteil, irgendwas ist doch immer. Getränke müssen nachgeordert, Einrichtung und Deko umgebaut, Künstlerabsagen umorganisiert, Workshop-Teilnehmende zum zigten Mal erinnert, wichtige Gäste begrüßt, um 22 Uhr der Raum in menschenleeren Zustand gebracht werden.

Und irgendwann geht dann auch der letzte Veranstaltungstag zuende und der Abbau steht an. Und wir blicken voller Stolz auf die vergangenen Tage und Wochen zurück und werden uns langsam bewusst, dass wir die Kunst- und Kulturwelt ein Stückchen schöner gemacht haben. Und egal wie anstrengend und nervenaufreibend die Zwischennutzung auch gewesen sein mag, wir freuen uns bereits auf die nächste, mit vielen tollen neuen Ideen und noch tolleren Leuten.

Wir möchten uns bewusst nicht für oder gegen bestimmte Genres, Kategorien und Richtungen aussprechen. Wir wollen ein möglichst vielseitiges und kunterbuntes Programm schaffen, das im Gedächtnis bleibt.

Generell versuchen wir eine Bühne vor allem für die junge, regionale und unverbrauchte Kunst- und Kulturszene zu schaffen. Dabei bevorzugen wir im Zweifel Kreative, die bisher noch weniger Möglichkeiten hatten, sich und ihre Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Allerdings wollen wir uns auch hierbei kein zu enges Korsett umschnüren. Stattdessen sind wir offen für Anfragen jeglicher Art und wir sichten und diskutieren alle Ideen.

Ein wichtiges Anliegen ist uns, sowohl uns als auch den Kreativen einen Raum zum Scheitern zu bieten. Vor allem Projekte und Ideen, bei denen man sich ausprobieren möchte passen bei uns hervorragend ins Konzept. Also nicht lange zögern und einfach her mit euren Ideen!

Wir sind ein eingetragener, gemeinnütziger Verein aus Regensburg, bestehend aus ca. 20 aktiven Mitgliedern mit heterogenen Lebensläufen. Bei uns engagieren sich unter anderem sowohl Studierende aus den Bereichen Kunst, Kulturwissenschaft, Informatik, Wirtschaftswissenschaft, Sprachwissenschaft, soziale Arbeit als auch Menschen mit Berufen aller erdenklicher Branche.

Politische oder religiöse Einstellung spielt bei unseren Mitgliedern keine Rolle, einzig Ansichten mit rassistischer, intolleranter, homophober oder diskriminierender Natur haben bei uns keinen Platz.

Wir arbeiten ehrenamtlich, also freiwillig und unentgeltich, zudem ist unser Verein anerkannt gemeinnützig, verfolgt also unter anderem keinerlei Gewinnabsichten. Um dennoch die anfallenden Kosten bezahlen zu können sind wir auf Unterstützung von innen und außen angewiesen.

Von innen sind die Mitgliedsbeiträge von aktiven und Fördermitgliedern zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein, doch sind die Mitglieder dafür das Rückgrat des Vereins und bringen nicht nur ihre Zeit und Arbeitskraft ein, sondern meist auch Sachspenden, Werkzeuge, Fahrzeuge, Know-How und Kontakte.

Von außen ist die Unterstützung dann schon eher finanzieller Natur. Zwar haben wir keine feste Sponsoring-Einnahmequelle für laufende Ausgaben des Tagesgeschäfts aber sobald Veranstaltungen anstehen lassen sich Sponsoren und Spender_innen aus Wirtschaft und dem städtischen und privaten Sektor immer wieder zu Sach- und Geld-Gaben verleiten.

Natürlich versuchen wir, die Finanzierung für Veranstaltungen sehr großzügig zu planen und entsprechend auch von Sponsoren mehr als mindestens nötig einzusammeln. Auf diesen unschätzbaren Reichtümern bleiben wir allerdings nicht sitzen, das würde uns allein die Einstufung als gemeinnütziger Verein schon verbieten.

Bis auf ein angemessenes Polster auf unserem Vereinskonto schütten wir die überschüssigen Einnahmen einer Veranstaltung an die beteiligten Kreativen aus. Zwar können wir den Kreativen im Vorfeld einer Zwischennutzung keine festen Gagen anbieten, bisher konnten wir durch dieses Verteilungssystem im Nachhinein aber noch alle Beteiligten zufrieden nach Hause gehen lassen.

Für die Gäste heißt das allerdings auch: Gebt viel und reichlich, wenn ihr dei regionale, junge, unverbrauchte Kunst- und Kulturszene stärken möchtet.

- Was bisher geschah -

1. Offenes Treffen

April 2014
Le Content

Das erste Offene Treffen der Initiative zur Auslotung der Möglichkeiten und Chancen von con_Temporary

Le Press
Information will come soon

Die 1. Zwischennutzung

May 2014
Le Content

Unsere 1. Zwischennutzung in der Baumhackergasse

Le Press

2. Offenes Treffen

June 2014
Le Content

Das zweite Offene Treffen der Initiative, diesmal ging es um das Vorhaben einer Vereinsgründung.

Le Press
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Vereinsgründung

September 2014
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Der historische Tag der offiziellen Gründung von con_Temporary e.V.

Le Press
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Adventuröses im Kaufhaus

December 2014
Le Content

Unsere 2. Zwischennutzung auf 2 Stockwerken in einem Kaufhaus am Neupfarrplatz in Regensburg.

Le Press
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3. Offenes Treffen

April 2015
Le Content

Das dritte Offene Treffen hatte die Werbung neuer Mitglieder zum Ziel.

Le Press
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Infoabend: Temporäres Kunstkollektiv

June 2015
Le Content

Treffen zur Planung eines längerfristigen kollaborativen Kunstprojektes, das allerdings zugunsten der nächsten Zwischennutzung auf Eis gelegt wurde.

Le Press
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schönes_entdeggen

July 2015
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Unsere 3. Zwischennutzung im Deggingerhaus in der Wahlenstraße in Regensburg

Le Press
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Mit Essen spielt man nicht, Amore!

September 2015
Le Content

Unsere 4. Zwischennutzung in einem Gaststättengebäude, Hinter der Grieb in Regensburg

Le Press
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What’s in the box?

November 2015
Le Content

Unsere 5. Zwischennutzung in einem kleinen, fast kubischen Raum am Neupfarrplatz in Regensburg.

Le Press
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IAOA

May 2016
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Unsere 6. Zwischennutzung in einem Bürogebäude in der Guerickestraße in Regensburg.

Le Press
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con_tem_pop_arty

October 2016
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Im Rahmen des Popkulturfestivals durften wir die Eröffnungssause organisieren.

Le Press
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con_sol

February 2017
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Unsere 7. Zwischennutzung in einem kleinen Raum in der Weiße-Hahnen-Gasse in Regensburg.

Le Press
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Engagementmesse

September 2017
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Wir waren mit einem Infostand auf der 1. Regensburger Engagementmesse vertreten.

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4. Offenes Treffen

September 2018
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Unser viertes Offenes Treffen hatte zum Ziel, Kreative für Kooperationsprojekte für unsere nächste Zwischnnutzung zu gewinnen.

Le Press
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- Wie du dich einbringen kannst -

Mitglieder

Aktive Mitglieder bilden den Kern des Vereins. Sie finden Leerstände, kooperieren mit offiziellen Stellen, machen PR, Sponsoringakquise, netzwerken, denken sich feine Konzepte aus, gestalten hübsche Plakate, nehmen an den regelmäßigen Sitzungen teil und geben dem Verein ein Gesicht.

Fördermitglieder

Fördermitglieder beteiligen sich nicht zwangsläufig am aktiven Vereinsgeschehen. Sie unterstützen den Verein vor allem ideell und finanziell – mit einem jährlichen Beitrag ab 12€.

Immobilien

Unsere Zwischennutzungen finden hauptsächlich in leerstehenden Gebäuden statt. Ohne Menschen, die uns solche Immobilien zur Verfügung stellen (Privatpersonen, Immobilienfirmen) geht gar nichts. Deshalb freuen wir uns über alle, die unsere Idee gut finden und sich bei uns melden.

Kreative

Der schönste Leerstand ist vergeudet, wenn es keine kreativen Köpfe gäbe, die den Raum beleben. Ob eine junge, aufstrebende Band, eine Fotografin ohne Galerie, ein Aktionskünstler, ein Lichtspieler, eine Panflötistin in spe. Wir freuen uns darauf, euren individuellen Talenten eine Bühne zu geben.

Du?

Du findest dich hier wieder und möchtest bei uns mitmachen? Na dann, melde dich doch einfach bei uns: Per Mail, auf Facebook oder frag uns direkt auf einer unserer Veranstaltungen. Und wenn du dir schon sicher bist und keine Zeit verlieren willst: Hier der passende Mitgliedsantrag.

- Warum wir zwischennutzen -

Die Studiengruppe „Urban Catalyst“, gegründet von Philipp Misselwitz, Philipp Oswalt und Klaus Overmeyer beschäftigt sich seit 2001 mit der Rolle von temporären Nutzungen für die Stadtentwicklung und die Stadtplanung. Die Ergebnisse sind Interessant für alle, die sich für Zwischennutzungen interessieren, nicht zuletzt weil sie aufzeigen, wie das Temporäre als „Motor der Stadtentwicklung“ funktioniert. In der im Jahr 2013 erschienenen Buchveröffentlichung finden sich die Forschungsergebnisse gesammelt. Weitere Publikationen finden sich über die Website: www.urbancatalyst.net

Philipp Oswalt, Klaus Overmeyer, Philipp Misselwitz (Hrsg.): Urban Catalyst – Mit Zwischennutzungen Stadt entwickeln, Dom Publishers, Berlin 2013

Selbstverständlich finden sich im Internet zahlreiche Dokumentationen und wissenschafliche Arbeiten zu anderen Zwischennutzungsprojekten, lesenswert ist beispielsweise die ausführliche und praxisnahe Dokumentation der Zwischennutzungsinitative in Wuppertal:

Ein philosophischer Ansatz, der sich aber an con_Temporary anlehnen lässt stammt von Gernot Böhme. In seiner Aufsatzsammlung „Atmosphäre – Essays zur neuen Ästhetik“ stellt er die Atmosphäre als Grundbegriff der Ästhetik vor und leitet daraus Gedanken ab, die auch für die kulturelle Zwischennnutzung Bedeutung haben.

Böhme, Gernot: Atmosphäre – Essays zur neuen Ästhetik, Suhrkamp, Berlin, 2013

Ausgehend von diesem philosophischen Ansatz beschäftigt sich auch die Bachelorarbeit von Maxim Nopper mit der „Ästhetik von kulturellen Zwischennutzungen am Beispiel con_Temporary in Regensburg“. Die Arbeit kann hier eingesehen werden: